women of opera

___________ since the 17th century  2 of 111 composers of german speaking operas had been women

1724 – 1780   Maria Antonia Walpurgis  Kurfürstin von Sachsen

1914 – 2001   Felicitas Kukuck

___________  Fragen an Johanna Schall, Regisseurin der Inszenierung  Candide am Volkstheater Rostock 

Gibt es in deiner Regiearbeit Mechanismen, die du gerne anwendest, um die Arbeitsatmosphäre nährend/ der Inszenierung dienend zu gestalten?


oder anders formuliert_


Wie schaffst du in deiner Regiearbeit die richtige Atmosphäre, die der Inszenierung dienlich ist?

Ich glaube die beste Voraussetzung für eine gute Arbeit ist Verliebtheit in den Stoff, die eigene Freude, der eigene Spaß. Dann ist es viel leichter die Mitarbeitenden damit anzustecken.

Gut vorbereitet sein ist immer sehr nützlich. Wenn Du einen, wenn auch groben Plan hast, mit klaren Vorschlägen antrittst, und doch frei genug im Kopf bleibst um die Einfälle der anderen zu sehen und aufzunehmen, die Vorschläge der anderen ernst zu nehmen, dann werden die Proben lebendig. Das heißt auch beweglich genug zu bleiben, eine eigene Idee verwerfen zu können und eine bessere auszuprobieren. Denkfehler zuzugeben ist nicht immer leicht. Sich selbst in Frage zu stellen auch nicht.

Humor hilft immer.

Aufpassen muss ich, dass ich mich nicht angegriffen fühle, wenn Fragen und Zweifel kommen. Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Nörgelei oder unproduktivem Rumgequatsche und echtem, weiterhelfendem Befragen?
Und es gibt auch notwendige Tricksereien. Na klar. Irre Einfälle verdaulich verkaufen. Eigene Ideen als die des Gegenübers verkaufen. Schnell reagieren. Und / Oder auch Nichtfertiges aushalten, nicht auf Ergebnisse bestehen.
Trotzdem immer zu wenig Probenzeit zur Verfügung steht!

GEDULD. Mein praktischstes Talent. Geduld.

Verknall Dich in die Darsteller und Dein Tag ist leichter, halte dabei die nötige Distanz und Du bleibst, auf lange Zeit gesehen, gesund.

Welche Voraussetzungen sind dir unersetzlich in der Arbeit mit Schauspielern/innen, Darstellern/innen, Sängern/Sängerinnen? Was schätzt du bei Kollegen/innen, denen du als Regisseurin vorgestellt bist?

Disziplin verlange ich und versuche auch selbst diszipliniert zu sein. Interesse. Das ist die Grundlage. Bürokratenspieler, Dienste-Erfüller, selbstgerechte Nix-Probierer sind grässlich. Faulheit, Dummheit und Talentlosigkeit nerven und kosten Zeit, die man meistens nicht hat.

Fehler, Patzer alles ok, aber nicht üben, nicht arbeiten, dass geht gar nicht, da werde ich ganz unangenehm. Und da meine Stimme tief und kräftig ist, klinge ich dann schnell wie deutscher Unteroffizier. Mag mich selber dann nicht, aber das ist wohl unvermeidlich, manchmal.

Was sind aus deiner Sicht markante Merkmale, die sich wiederholen in der Arbeit mit Sängern/Sängerinnen und Schauspierinnen, wenn du zwischen Männern und Frauen unterscheiden müsstest?

Hmmm. Da sind alle Spieler, jeder von ihnen, Männer und Frauen, schon erst mal unterschiedlich. Männliche und weibliche Machos, Masochisten beiderlei Geschlechts, Umstandsmeier, Diven, Clowns. Es gibt sie in jeder Produktion, in jedem Geschlecht. Vielleicht haben die Herren ein sichereres Selbstbewusstsein? Das könnte aus der schiefen Marktlage resultieren. Männerjobs sind zahlreicher und bei ihnen ist das Alter, und damit zusammenhängend das Aussehen, weniger entscheidend. Aber so nackt, ausgeliefert auf der Bühne sind sie alle leicht verwundbar und darum vorsichtig.

Vielen Dank für deine Zeit und dein Teilen von Gedanken!

http://www.volkstheater-rostock.de/de_DE/repertoire/candide.1060515

http://johannaschall.blogspot.de/

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